Die Dunkle Seite des Fast Foods

Auswirkungen von Fast Food auf die Gesundheit: Eine Untersuchung der negativen gesundheitlichen Folgen von Fast Food-Konsum, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, sowie die Auswirkungen auf das Immunsystem und das Gehirn. Tipps für eine gesündere Ernährung und die Rolle der Ernährungspyramide bei der Förderung von Gesundheit werden ebenfalls beleuchtet. Empfehlungen zur Vermeidung der negativen Folgen von Fast Food werden gegeben.

Bedeutung der Auswirkungen von Fast Food auf die Gesundheit

Fast Food hat sich zu einem festen Bestandteil der globalen Esskultur entwickelt, angezogen durch die Versprechen von schneller Verfügbarkeit, Geschmacksvielfalt und der Bequemlichkeit, die es bietet. Jedoch werfen wissenschaftliche Studien und Forschungsergebnisse ernsthafte Fragen bezüglich der langfristigen Auswirkungen von Fast Food auf die menschliche Gesundheit auf. Es hat sich gezeigt, dass eine Ernährungsweise, die reich an Fast Food ist, signifikant zu einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit und verschiedenen Stoffwechselstörungen beiträgt. Diese Erkenntnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit eines bewussten Umgangs mit unserer Ernährung und insbesondere der Reduktion von Fast Food in unserem Alltag.

Die zunehmende Verbreitung ernährungsbedingter Gesundheitsprobleme, insbesondere in industrialisierten Ländern, ist ein deutliches Signal dafür, dass der Konsum von Fast Food zu einem zentralen Faktor für die öffentliche Gesundheit geworden ist. Die vorliegenden Daten legen nahe, dass die bequeme Lösung, die Fast Food zu bieten scheint, langfristig zu hohen Kosten für unsere Gesundheit führt. Um die negativen Auswirkungen abzumildern, ist es essentiell, das Bewusstsein für eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung zu stärken und praktikable Alternativen zu Fast Food aufzuzeigen. Hierbei kann die Ernährungspyramide als wertvolles Instrument dienen, um eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu fördern und somit einen positiven Beitrag zur Prävention ernährungsbedingter Krankheiten zu leisten.

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Konsum von Fast Food bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Der regelmäßige Griff zu Fast Food unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland zeichnet ein zunehmend besorgniserregendes Bild für die Gesundheitsentwicklung dieser Altersgruppe. Die KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts offenbart, dass ein beachtlicher Anteil, nämlich 31%, der Kinder und Jugendlichen mehr als zwei Mal pro Woche Fast Food konsumiert, wobei dieser Konsum bei Jungen ausgeprägter ist als bei Mädchen. Diese Vorliebe für schnell zubereitete, fett- und zuckerreiche Mahlzeiten nimmt mit dem Alter zu und zeigt deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Wohnorten; in städtischen Gebieten ist Fast Food ein festerer Bestandteil der Ernährung junger Menschen als in ländlichen Gegenden. Diese Tendenz zum häufigeren Fast-Food-Konsum in Städten könnte auf die höhere Verfügbarkeit und die vielfältigeren Angebote zurückzuführen sein.

Die langfristigen Folgen dieser Ernährungsweise für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen können gravierend sein. Neben der offensichtlichen Gefahr der Gewichtszunahme und der Entwicklung von Übergewicht besteht auch ein erhöhtes Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedene Formen von Entzündungen. Die Erkenntnisse aus der KiGGS-Studie unterstreichen die Notwendigkeit, den Konsum von Fast Food bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren und gleichzeitig das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung zu schärfen. Eine gesunde Alternative bietet die Ernährungspyramide, die eine ausgewogene Zufuhr aller notwendigen Nährstoffe empfiehlt und somit eine wertvolle Ressource darstellt, um den negativen Auswirkungen von Fast Food entgegenzuwirken.

Die Gesundheitsrisiken durch Fast Food

Ein fortwährender Konsum kann nicht nur die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen, sondern auch zu Stoffwechselstörungen, Leberschäden und einem erhöhten Risiko für Fettlebererkrankungen führen. Die negativen Effekte von Fast Food beschränken sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit; sie können auch erhebliche Auswirkungen auf die geistige Gesundheit haben, einschließlich eines erhöhten Risikos für Depressionen und Angstzustände. Angesichts dieser weitreichenden gesundheitlichen Auswirkungen ist es entscheidend, bewusste Ernährungsentscheidungen zu treffen und Alternativen zu Fast Food zu erkunden.

Immunsystem und Fast Food

Die moderne Forschung hat erhebliche Beweise dafür geliefert, dass eine Ernährung, die reich an Fast Food ist, das fein abgestimmte Gleichgewicht der Darmbakterien stören kann, was wiederum eine direkte Auswirkung auf die Stärke und Effizienz des Immunsystems hat. Dieser Einfluss von Fast Food auf das Mikrobiom des Darms führt nicht nur zu einer Schwächung der allgemeinen Immunabwehr des Körpers, sondern erhöht auch die Anfälligkeit für verschiedene Infektionskrankheiten. Die Veränderungen im Darmmikrobiom können zu einer verminderten Produktion von essenziellen Immunmolekülen führen, was die Fähigkeit des Körpers, sich gegen Eindringlinge zu verteidigen, weiter beeinträchtigt.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass Fast Food die Genexpression und die Immunantwort des Körpers bei langfristigem Konsum verändert, was zu einer hyperaktiven oder unausgeglichenen Immunreaktion führen kann. Solche Veränderungen im Immunsystem können nicht nur die Reaktion auf Infektionen beeinträchtigen, sondern auch zu einer erhöhten Entzündungsreaktion führen, die mit einer Vielzahl von chronischen Krankheiten verbunden ist. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung, die reich an lebenswichtigen Nährstoffen ist, um die Gesundheit des Immunsystems zu unterstützen.

Auswirkungen auf das Gehirn

Fast Food und seine reichhaltigen Inhaltsstoffe wie Transfette und Zucker können erhebliche Auswirkungen auf das Gehirn und die psychische Gesundheit haben. Forschungen, insbesondere eine Studie von Wissenschaftlern der Macquarie University in Sydney, haben gezeigt, dass der regelmäßige Verzehr von Fast Food zu einer Beeinträchtigung der Funktion des Hippocampus führen kann. Der Hippocampus spielt eine entscheidende Rolle bei der Gedächtnisbildung und der Regulierung von Appetit. Eine Beeinträchtigung dieses Bereichs kann zu erhöhten Gelüsten auf ungesunde Nahrungsmittel und zu einem verminderten Selbstkontrollvermögen führen. Dies deutet darauf hin, dass die Inhaltsstoffe in Fast Food direkt die Gehirnstruktur und -funktion beeinflussen und langfristig zu Gedächtnisproblemen, Depressionen und sogar zu einer Verringerung der kognitiven Leistungsfähigkeit führen können.

Darüber hinaus legen Studien nahe, dass eine Ernährung, die reich an Fast Food ist, nicht nur kurzfristige Veränderungen im Verhalten und in der Stimmung verursacht, sondern auch das langfristige Risiko für neurologische Erkrankungen erhöht. Die Verbindung zwischen Fast-Food-Konsum und neurodegenerativen Zuständen wie Alzheimer und Demenz wird zunehmend erforscht, mit der Hypothese, dass ernährungsbedingte Entzündungen und Insulinresistenz eine Rolle spielen könnten. Um diesen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, ist eine bewusste Ernährungsumstellung unerlässlich. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien ist, kann helfen, die negativen Effekte von Fast Food auf das Gehirn zu minimieren.

Tipps für eine gesündere Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zur Vermeidung der negativen Auswirkungen, die Fast Food auf die Gesundheit haben kann. Experten, darunter die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, legen nahe, Fast-Food-Optionen durch gesündere Alternativen zu ersetzen. Diese Alternativen sollten nährstoffreich sein und zum Beispiel frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte sowie magere Proteinquellen wie Fisch, Hülsenfrüchte oder weißes Fleisch enthalten. Darüber hinaus kann das Einbeziehen von gesunden Fetten aus Avocados, Nüssen und Olivenöl die Herzgesundheit fördern und gleichzeitig das Verlangen nach Fast Food reduzieren.

Neben der Auswahl gesünderer Lebensmittel ist es ebenso wichtig, sich Zeit für die Mahlzeiten zu nehmen und diese bewusst zu genießen. Achtsamkeit beim Essen kann dazu beitragen, das Sättigungsgefühl zu verbessern und Überessen zu vermeiden. Es empfiehlt sich, Mahlzeiten in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkungen wie Fernsehen oder Smartphones zu sich zu nehmen. Dies fördert nicht nur die Entspannung, sondern hilft auch dabei, die Verbindung zum Essen zu stärken und die Ernährungsgewohnheiten langfristig zu verbessern.

Die Rolle der Ernährungspyramide bei der Förderung von Gesundheit

Die Ernährungspyramide dient als visuelles Instrument, das auf einen Blick die Zusammensetzung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung veranschaulicht. Sie zeigt deutlich, wie viel von welchen Lebensmittelgruppen täglich konsumiert werden sollte, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen und das Risiko ernährungsbedingter Krankheiten zu minimieren. Die unterste Ebene der Pyramide, die den größten Anteil der Ernährung ausmachen sollte, besteht aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Diese Basis versorgt den Körper mit essentiellen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen, die für das reibungslose Funktionieren des Körpers und die Prävention von Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes von entscheidender Bedeutung sind.

Darüber hinaus hebt die Ernährungspyramide die Wichtigkeit einer angemessenen Zufuhr von Proteinen durch mageres Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und Nüsse hervor, während sie den Konsum von Fetten, Ölen und Süßigkeiten auf der obersten Ebene der Pyramide einschränkt. Durch diese Struktur wird verdeutlicht, dass eine gesunde Ernährung nicht nur aus der Vermeidung von Fast Food und verarbeiteten Lebensmitteln besteht, sondern auch aus der bewussten Auswahl und dem Verzehr von Lebensmitteln, die den Körper nähren und stärken. Durch die Umsetzung der Empfehlungen der Ernährungspyramide können Individuen nicht nur ihre Ernährungsgewohnheiten verbessern, sondern auch ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Lebensqualität steigern.

Schlussfolgerung: Empfehlungen zur Vermeidung der negativen Folgen von Fast Food

Die Erkenntnisse aus zahlreichen Studien legen nahe, dass der regelmäßige Konsum von Fast Food mit einer Vielzahl von Gesundheitsrisiken verbunden ist, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes. Es ist daher unerlässlich, den Konsum von Fast Food zu reduzieren und stattdessen eine ausgewogenere Ernährungsweise anzustreben. Eine solche Ernährung sollte reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und mageren Proteinen sein, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Darüber hinaus kann der Wechsel zu gesünderen Snackoptionen und die Vermeidung von zuckerhaltigen Getränken einen erheblichen Unterschied für die Gesundheit ausmachen. Die Ernährungspyramide bietet hierfür eine hervorragende Orientierungshilfe, indem sie die empfohlenen Anteile der verschiedenen Lebensmittelgruppen klar darstellt.

Um die negativen Auswirkungen von Fast Food effektiv zu vermeiden, ist es zudem wichtig, sich über die Inhaltsstoffe und Nährwertangaben der konsumierten Lebensmittel zu informieren. Die Ernährungspyramide unterstützt Verbraucher dabei, bewusste Ernährungsentscheidungen zu treffen, indem sie nicht nur umfassende Informationen zu einer gesunden Ernährung bereitstellt, sondern auch praktische Tipps für den Alltag anbietet. Darüber hinaus kann die Förderung von Kochkenntnissen dazu beitragen, dass mehr Mahlzeiten zu Hause zubereitet werden, was eine gesunde und ausgewogene Ernährung erleichtert.

Der Lebensmittelhandel muss Allergene auszeichnen

Seit geraumer Zeit ist der Lebensmittelhandel dazu verpflichtet enthaltene Allergene in Lebensmitteln auszuzeichnen. Kommt vor allem den Verbrauchern zugute, die unter eine Lebensmittelallergie leiden. Bei solchen Personen können nämlich schon geringste Spuren von Allergenen für die Gesundheit gefährliche Symptome auslösen.

Beschreibungen auf der Packung sowie Informationen bezüglich Allergene bei unverpackter loser Ware, sind für Allergiker/innen bei der Kaufentscheidung von Vorteil. Nicht ganz so verständlich ist die Lage, wenn es um einen allgemeinen Hinweis geht, der auf eventuelle Spuren von allergenen Lebensmittel hinweist. Durch diese Maßnahme sichern sich Herstellerfirmen ab, die Hinweise sind allerdings bei Allergiker/innen umstritten und machen den Einkauf nicht unbedingt leichter.

Bekundungen auf der Verpackung

Betroffene Personen die unter Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten leiden, sind beim Kauf von Lebensmitteln auf zuverlässige Informationen über die Beschaffenheit der Lebensmittel angewiesen. Bei verpackten Lebensmitteln gibt es zwei Möglichkeiten der Information.

Diese sollten allerdings nicht verwechselt werden:

– Kennzeichnung von Allergenen – diese beinhaltet die Zutaten, welche zu den allermeisten Allergenen zählen. Dieser Hinweis ist Vorschrift für alle verpackten Lebensmittel. Allerdings sind auch bei losen Waren Aufzeichnungen dieser Art erforderlich.

– Hinweise auf Spuren für Allergiker, die aussagen, dass mögliche Kontamitationen mit Allergenen möglich sind. In diesem Fall lautet die Beschreiibung meistens “Kann Spuren von………….enthalten”.

In diesem Fall handelt es sich um eine freiwilige Bekanntmachung des Anbieters die nicht zwingend vorgeschrieben ist. Eine Zusatzliste dagegen ist verordnet, da mehr als 90 Prozent der Zutaten Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen, daher kennzeichnungspflichtig:

– Glutenhaltiges Getreide – Weizen und verwandte Arten wie Dinkel, Roggen, Gerste etc.
Krebstiere
– Eier
Fisch
– Erdnüsse
– Soja
Milch und Produkte aus Milch, inklusive Laktose
– Nussarten wie Haselnüsse, Paranüsse und dergleichen
– Sulfite
– Weichtiere

Die Liste könnte endlos lang weitergeführt werden!

Liste von Zutaten mit bezeichnenden Allergenen

Erzeugnisse dieses Typs sowie Zutaten müssen in der Zutatenliste namentlich erwähnt werden, oder alternativ unübersehbar als “Weizen” oder “Erdnuss” und nicht als “glutenhaltiges Getreide” gekennzeichnet sein. Menschen, die kein Gluten konsumieren dürfen, sollten deshalb unbedingt sämtliche glutenhaltigen Getreidesorten kennen. Selbst wenn Allergene nur als Hilfsstoffe für Aromen zum Einsatz kommen, müssen sie Erwähnung finden.

Damit Allergiker allergene Bestandteile ohne Probleme in der Liste von Zutaten ausfindig machen können, werden diese extra kenntlich gemacht. Zum Beispiel kursiv, fett oder farbig wiedergegeben.
Bei Lebensmitteln wo kein Verzeichnis von Zutaten vorgeschrieben ist, sind Hinweise enthalten wie zum Beispiel “enthält, beinhaltet, ist belastet usw. Bei Wein ist in der Regel auf dem Etikett der Hinweis aufgebracht “enthält Sulfite”. Ergibt sich allerdings schon aus der Bezeichnung des Lebensmittels der Hinweis, dass Allergene enthalten sind, sind keinerlei weiteren Hinweise oder Angaben vorgeschrieben.
Typisches Beispiel dafür – Haselnusslikör enthält Haselnuss, weitere Hinweise unnötig.

Bloßlegung bei losen Produkten

Selbst bei loser Ware muss bei bestimmten Waren wie Back- und Fleischwaren Auskunft über Allergene erteilt werden. Vor allem in Gaststätten und Kantinen sollte dieser Aufforderung nachgegangen werden. Das ist unter anderem machbar durch Schilder auf den Lebensmitteln, anahnd eines Anschlages, auf Speise- und Getränkekarten oder im Preisaushang. Mündliche Auskünfte diesbezüglich sind ebenfalls möglich, allerdings sollte in diesem Fall durch ein Schild darauf hingewiesen werden. Nicht zu vergessen, dass in diesem Fall stets eine schriftliche Dokumentation vorhanden sein muss, die Verbraucher/innen jederzeit, auf Anfrage einsehen können.

Spurenhinweis mit dem Vermerk “Kann mit Spuren behaftet sein”

In Abweichung zur verordneten Kennzeichnung was Allergene angeht, handelt es sich bei dem extra “Hinweis auf Spuren” separat um Bestandteile, die nicht in Übereinstimmung mit der Rezeptur, sondern unbeabsichtigt durch Kontamination in die Lebensmittel gelangt sind.

Werden bei der Herstellung von Süßwaren Nüsse begegeben, so können durchaus auch davon Spuren in Lebensmitteln ankommen, die laut Rezept ohne Nüsse angerichtet werden, unter anderem in Vollmilchschokolade. In diesem Fall gebrauchen Unternehmen die Erklärung: “Kann Bestandteile von Nüssen enthalten”. Damit sind sie vor Haftungsansprüchen geschützt. In der Regel sind diese Angaben rechtlich nicht fix und so können vergleichbare Waren, trotz allem Verunreinigungen mit enthaltenen Allergenen aufweisen. Mitunter wird oftmals als reine Vorsichtsmaßnahme eine Liste erwähnenswerter Allergenspuren mit aufgenommen, die allerdings nicht auch darin enthalten sein müssen.

Wie laufen Prüfungen ab?

Zuständige Lebenmittelüberwachungsämter führen in gewissen Zeitabschnitten Stichproben durch, die Anzahl richtet sich dabei nach Höhe möglicher Risiken. Um das auszukundschaften werden Betriebe erfasst und in Risikokategorien unterteilt. Werden Probleme festgestellt, werden umgehend weitergehende Kontrollen ausgeführt , sowie wenn notwendig weitergehende Maßnahmen absolviert.

Solche Stichproben beziehungsweise Kontrollen werden von geschulten Lebensmittelchemikern und entsprechend geschulten Kontrolleuren durchgeführt. Diese zuständigen Personen entnehmen Proben und leiten diese weiter in Labors zur Analyse und Begutachtung. So werden Jahr für Jahr regelmäßig 400000 Proben untersucht und beurteilt. Die Art der Probe wird vom Gesetzgeber bestimmt, um gerichtsfeste Daten zu erlangen. Dabei werden die Proben auf mögliche Keime untersucht, beanstandete Produkte umgehend aus dem Handel entfernt. Genauso werden auch Auszeichnungen und Deklarationen auf ihre Richtigkeit hin überprüft.

Mögliche zu erwartende Strafen

Wer gegen die Hinweispflicht bezüglich Auszeichnung von Allergenen verstößt, der muss mit einer empfindlichen Strafe rechnen. Während es bei einem einmaligem Verstoß oft bei einer Ermahnung bleibt, kann es im Wiederholungsfall ein teurer Spaß werden. Sind mit Allergene enthaltene Waren nicht dementsprechend deklariert und ein Konsument nimmt gesundheitlichen Schaden, kann diese Ordnungswidrigkeit mehrere tausend Euro Geldstrafe bedeuten. Bei mehrmaligen Verstößen ist unter Umständen, bei ernsthafter gesundheitlicher Beeinträchtigung von Personen, eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren im Bereich des möglichen.

Fazit: Es liegt im Interesse von Personen die keine Allergene vertragen, als auch im Interesse von Lebensmittelherstellern, dass auf eine korrekte Auszeichnung diesbezüglich Wert gelegt wird. Laut Einschätzung der Verbraucherzentrale ist die vorgeschriebene Kennzeichnung von Allergenen bei verpackten und losen Produkten eine gute Sache und überaus wichtiger Hinweis für Menschen die unter Lebensmittelunverträglichkeit leiden.

Bei losen Artikeln dieser Art ist eine mündliche Auskunft darüber vollkommen ausreichend. Allerdings sollte in solch einem Fall stets eine Dokumentation zur Verfügung stehen und Kunden/innen auf Wunsch Einsicht erhalten können.

Von dieser Möglichkeit machen allerdings wenige Verbraucher Gebrauch. Daher sollte die mündliche Auskunft genauso zuverlässig sein, wie ein schriftlicher Hinweis, wenn es Lebensmittel betrifft. Auch sollte zuständiges Personal dementsprechend Erfahrung besitzen und geschult sein. Ziel ist es letztendlich, dass Kunden gefahren- und bedenkenlos Lebensmittel einkaufen und auch genießen können. Nur zufriedene Kunden bleiben Ihrem Lebensmittelhändler treu und sorgen für dessen Zukunft.

Tipps zum Kauf von Olivenöl

Olivenöl ist für die Menschen in den meisten Mittelmeerländern, ein Hauptbestandteil deren Ernährung und eine Essenz für ein langes Leben. Es ist schmackhaft, gesund und sowohl zum Braten als auch für leckere Salate geeignet. Dennoch sollte man darauf achten, für welches Öl man sich entscheidet. Jedes Olivenöl ist anders, sie unterscheiden sich in ihren Eigenschaften wie Farbe, Geschmack, Geruch, und Trübung, aber auch in den Eigenschaften, die es gut für unseren Körper macht.

Olivenöl und die Güteklassen

Natives Olivenöl extra:

Das am meisten verkaufte Olivenöl, wird direkt aus den Oliven und ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen. Der Säuregehalt liegt bei maximal 0,8 % und ist unter allen das Öl mit den besten Eigenschaften. Ein Olivenöl der Kategorie „nativ extra“ ist das gesündeste Olivenöl.

Natives Olivenöl:

Auch natives Olivenöl wird direkt aus den Oliven und ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen. Es hat jedoch einen höheren Säuregehalt als natives Olivenöl extra, bis zu 2 %, und die Eigenschaften dieses Öls sind nicht so gut, wie die eines nativen Olivenöl Extra.

Olivenöl:

Olivenöl ist ein gemischtes Öl, das aus nativem Olivenöl und raffiniertem Olivenöl besteht. Es kann auch mit einem Öl der Kategorie nativ extra gemischt werden, aus wirtschaftlichen Gründen, ist dies aber eher selten der Fall. Die Qualität und der Preis hängen von der Marke und der Mischung ab, das Mischungsverhältnis ist nicht vorgeschrieben, sodass der Anteil an nativem Olivenöl beliebig hoch sein kann. Es mag zum Kochen geeignet sein, eignet sich jedoch nicht für die kalte Küche, da es nicht mehr die Eigenschaften hat, die ein Qualitätsöl ausmachen.

Tresteröl:

Dieses Öl ist eine raffinierte Ölsorte, sie stellt dar, was nach dem vollständigen Auspressen der Olive übrig bleibt. Mithilfe von Lösungsmitteln wird das noch verbleibende Öl extrahiert. Es ist ein sehr minderwertiges Produkt.

Öle der niedrigen Preiskategorie meiden:

Billige Preise sind attraktiv, dennoch kann ein Qualitätsöl nicht billig sein. Sollte man Sorge haben, zu viel für ein Öl zu bezahlen, kann man sich direkt an die Produzenten wenden und dort seine Fragen z. B. zur Ernte oder Produktion stellen. Man erkennt in der Regel sofort, ob ein Produzent seriös oder nur auf Profit aus ist.

Etiketten sorgfältig durchlesen:

Vorsicht bei unklaren Etiketten. Die Etiketten müssen die Marke, die Güteklasse, die Herkunft, den Hersteller/Abfüller/Vertreiber, die Füllmenge, die Nährwertangaben und das Mindesthaltbarkeitsdatum des Produkts angeben. Diese Angaben müssen klar, lesbar und unauslöschlich sein.

BIO, DOP oder IGP Öle kaufen:

Der Olivenölmarkt ist groß und wenn man nicht gut informiert ist, kann man selbst bei teuren Produkten auf Betrug stoßen. Sollte man sich für BIO-, DOP- und IGP-Produkte entscheiden, hat man eine gewisse Garantie für Sicherheit und Qualität. Diese Bezeichnungen Garantieren, dass ein Produkt, einen sicheren und zertifizierten Produktionsprozess durchlaufen hat. Viele kleine Olivenbauern können sich diese Siegel allerdings nicht leisten, deshalb ist ein fehlendes Siegel nicht immer ein Zeichen von schlechter Qualität.

Kaltgepresste Öle bevorzugen:

Kaltgepresst ist das Verfahren zur Herstellung von nativem Olivenöl extra. Die Eigenschaften des Öls bleiben so unverändert, auch die Eigenschaften, die ein Öl gut für unseren Körper macht, bleiben so erhalten. Alle Öle der Kategorie nativ Extra werden kalt gepresst (bis zu 40 °C) aber nur ein Öl, dass bis zu einer maximalen Temperatur von 27 °C Grad gepresst wird, darf sich „Kaltgepresst“ nennen. Manche Produzenten, pressen sogar nur bis maximal 25 °C, der Ertrag ist dann zwar geringer, die Qualität aber höher.

Olivenöl sollte man, wenn möglich immer direkt von einem vertrauenswürdigen Bauern beziehen. So kann man die Arbeit der Olivenbauern unterstützen und sicherstellen, dass sie einen fairen Preis für ihre Leistung bekommen.

Wie erkennt man ein gutes Olivenöl?

Zunächst muss man sagen, dass es bei einem Olivenöl wie mit einem guten Wein ist, alles hängt vom eigenen Geschmack ab. Dennoch gibt es ein paar grundlegende Dinge, die man beachten sollte, um ein gutes Olivenöl zu erkennen.

1. Farbe und Fließfähigkeit

Die Farbe sollte im Bereich der Grüntöne sein z. B. dunkel- oder hellgrün. Ein gutes Olivenöl kann auch goldgelb sein, wichtig dabei ist, dass man immer einen grün leuchtenden Schimmer erkennen kann. Ist die Farbe eher gelb, ist es ein Öl von nicht ganz so hoher Qualität. Die Fließfähigkeit auch Viskosität genannt, hängt von der verwendeten Olivensorte ab. In der regel sagt man, je besser die Fließfähigkeit, desto höher der Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Ein gutes Olivenöl sollte daher eher dünnflüssig sein.

2. Geruch

Der Geruch macht schnell klar, ob es sich um ein gutes Öl handelt. Ein gutes Olivenöl riecht immer frisch, man sollte die Düfte von Gras, frische Mandeln, Artischocken, grüne Tomaten, frischen Kräutern und vielleicht eine leicht würzige Note am Ende wahrnehmen. Sollte man nichts riechen oder schlimmer noch, es riecht leicht faulig, ranzig oder nach Butter, ist es ein Öl von geringer Qualität.

3. Geschmack

Ein gutes natives Olivenöl extra, bleibt nach dem Verkosten mit einem evtl. leicht bitteren aber angenehmen, fruchtigen, frischen und scharf-pfeffrigen Geschmack im Mund. Sollte ein störender, modriger, saurer, ranziger, erdiger, Geschmack verbleiben, handelt es sich um ein Olivenöl von minderer Qualität.

Beim Testen verschiedener Öle kann nebenher sogar der eigene Geschmacks- und Geruchssinn trainiert werden. Sie werden erstaunt sein, wie Ihre Sinne in der Lage sein können feinste Geschmacks- und Geruchsnuancen wahrzunehmen.

Nutri-Score Kennzeichnung

Immer mehr Länder in Europa führen die farbliche Nutri-Score Kennzeichnung ein. Diese sollen dem Konsumenten deutlich signalisieren, welche Lebensmittel ungesund sind. Dies soll eine nötige Transparenz schaffen, gegen gesundheitliche Folgebeeinträchtigungen und Fettleibigkeit durch ungesunde Lebensmitteln.

Die Farbcodierung, die von Verbraucherverbänden, medizinischen Verbänden und Krankenkassen gefordert wird, stößt bei Ernährungsministerin Julia Klöckner auf Ablehnung. Die vereinfachte Farbcodierung von Zucker, Salz und anderen Rohstoffen sei nach Ihrer Auffassung irreführend. So müsste durchaus frisch gepresster Orangensaft aufgrund des Zuckergehaltes mit roter Kennzeichnung deklariert werden, neben den Light-Softgetränken, die eine grüne Etikettierung erhalten würden. Das Naturprodukt würde neben dem industriell hergestelltem Getränk somit im direkten Vergleich ungesünder erscheinen.

Sie argumentiert in klaren Worten: „ Was wir brauchen ist eine Gesamtstrategie zur Kalorienreduzierung“. Dabei ist es verkehrt, einzelne Rohstoffe als Sündenbock für schlechte oder ungesunde Ernährung herauszupicken. Gemäß Koalitionsvertrag soll bis Sommer nächsten Jahres das System der Nährwertkennzeichnung weiterentwickelt sein. Dabei können durchaus Inhaltsstoffe der Lebensmittel in vereinfachter Form visuell dargestellt werden.

Fazit: Wir benötigen eine klares System, sowie transparente und verständliche Kennzeichnung der Verpackungen und Lebensmittel, um die hohen Belastungen durch ernährungsbedingte, nicht übertragbare Krankheiten und Fettleibigkeit in der Europäischen Union zu reduzieren.

Dringender Appell an die Lebensmittelindustrie

Verbraucherorganisationen fordern dringende Maßnahmen gegen die Lebensmittelwirtschaft zur Regulierung zuckerhaltiger Produkte und ungesunden Lebensmitteln. Auf unterschiedlichen Ebenen in der Politik wurden diesbezüglich Gespräche geführt, jedoch ist seit 15 Jahren diesbezüglich nichts passiert. “Es muss ein klares Signal gesendet werden”- so geben Verbraucherschützer wie Foodwatch an. Dabei reichen keine freiwilligen Maßnahmen mehr, um Übergewicht und Fehlernährung zu bekämpfen.

Ein Bündel an Maßnahmen gefordert

Die Einführung eines Lebensmittel-Ampel-Systems ist schlichtweg der erste Schritt. Hier sollen Lebensmittelprodukte verbindlich je nach Zucker, Fett und Salz-Anteilen gekennzeichnet werden. Klar erkennbar und möglichst transparent in den Farben ROT, GELB, GRÜN.

Weiter steht die Werbung solcher Produkte, die Fettleibigkeit oder anderweitig Erkrankungen auslösen können, in der Kritik. Hier debattiert man über ein gesetzliches Verbot an zielgerichtete Werbung zu Kindern und Jugendlichen. Solche “Lockwerbung”, die insbesondere von Kindern konsumiert werden, muss eingedämmt werden. Das sind notwendige Haltelinien, um die Gesundheit der Verbraucher zu erhalten.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner von der CDU hat sich jedoch derzeit gegen eine Lebensmittelampel ausgesprochen, noch käme eine zukünftige Zuckersteuer in Frage. Um hier agieren zu können fehlen Verbraucherschutzminister die Zustimmung aus mindestens 13 Bundesländern.

Das Ziel sollte sein, Lebensmittelhersteller auf alternative Süßungsmittel umzusteigen und die Zuckerrezeptur zu verändern. Denn nach allgemeiner Forschung ist bereits ein zuckerhaltiges Getränk am Tag ein erhöhtes Risiko für Übergewicht und Folgeerkrankungen verantwortlich

Die Einführung einer Zuckersteuer und die Abschaffung der MwSt auf Obst und Gemüse wären signifikante Wege, um den Verbrauchern die Gesundheit auch kostengünstig und langfristig zu erhalten.

Aufgabenverteilung für die Lebensmittelsicherheit

Für Verbraucher und dem Lebensmittelhandel spielt die Thematik der Lebensmittelsicherheit eine tragende Rolle. Zur Wahrung bestehender Vorschriften und Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit inklusive der Risikobewertung sind zahlreiche Akteure eingebunden.

Zahlreiche Behörden und Institutionen tragen eine fundamentale Funktion, um Lebensmittel sicherer zu gestalten. Um hier eine entsprechende Transparenz zu bieten, stellen wir die wichtigsten Grundpfeiler vor.

Die Behörden der Bundesländer

Die amtliche Lebensmittelüberwachung liegt in der Zuständigkeit der Bundesländer. Diese werden vom Ministerium oder der zuständigen Senatsverwaltung verzahnt.

Für die Lebensmittelüberwachung entnehmen die Veterinärämter entsprechende Proben der angesiedelten Betriebe vor Ort und prüfen festgelegte Regelwerke. Dabei erstrecken sie die behördlichen Kontrollen über alle Stufen der Lebensmittelerzeugung. Landwirte, Hersteller und Beförderunginstanzen werden ebenso kontrolliert wie Lebensmitteldepot und Gastronomie.

Eine in der Regel vordefiniertem Turnus werden die Betriebe ohne Vorankündigung besucht. Auch Hinweise aus der Bevölkerung werden für einen unangekündigten Kontrollbesuch genutzt.

Die Betriebe, die häufiger negativ in Augenschein genommen worden sind, werden engmaschiger überprüft.

Eine Überprüfung durch die Behörde erstreckt sich über die gesetzlichen Vorschriften bis hin zu hygienischen Verhältnissen in der Herstellung, Verarbeitung oder anderweitigem agieren mit Lebensmitteln. Gesucht werden insbesondere nach schädlichen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln, krankheitserregenden Keimen oder anderweitige Stoffe, die in der Lebensmittelindustrie nichts verloren haben. Weiter werden ebenfalls die Kennzeichnung und Zusammensetzung der für den Verzehr bestimmten Produkten überprüft.

Das Bundesministerium ( für Ernährung und Landwirtschaft )

Vorbeugender Verbraucherschutz und die Qualitätssicherung fallen in die Aufgaben des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Hier werden unter anderem die umwelt- und tiergerechte Erzeugung sichergestellt, dass zu den drei Hauptzielen des Ministeriums gehört.

Unterteilt in den Geschäftsbereichen der Risikobewertung ( Bundesinstitut für Risikobewertung ) und dem Verbraucher- und Lebensmittelsicherheit ( Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ) stellt das Ministerium eines der wichtigsten Grundpfeiler der Lebensmittelsicherheit dar.

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Das Bundesamt ist als eines der unterteilten Geschäftsbereichen des Ministerium eine koordinierende Stelle. Die Mitwirkung an allgemeinen Verwaltungsvorschriften und Überwachungsprogrammen stellt eine Schnittstelle dar. Als nationale Kontaktstelle findet das Bundesamt sich eingegliedert in einem Schnellwarnsystem für Lebensmittelerzeugnisse und Futtermittel wieder.

Die Bereitstellung von Maßnahmen soll zudem die möglichen Risiken für Konsumenten und den wirtschaftlichen Schaden des Lebensmittelhandels reduzieren.

Bundesinstitut für Risikobewertung

Das Bundesinstitut erarbeitet und bewertet als anerkannte und internationale Stelle Fragen, Stellungnahmen und Analysen Rund um den gesundheitlichen Verbraucherschutz und der Lebensmittelsicherheit.

Basierend auf Risikoeinschätzungen und Vorschlägen werden Bewertungen öffentlich transparent und nachvollziehbar zur Verfügung gestellt.

Die Zollbehörde

Im internationalen Lebensmittelhandel passieren ausländische Produkte die deutsch Grenze und gelangen in die Supermärkte. Die Überprüfung der Lebensmittel an der Grenze finden durch die Zollämtern statt. Lebensmittel, die nicht den gesetzlich verankerten Anforderungen standhalten, werden entweder vernichtet oder an der Grenze abgewiesen.

Weitere Stellen zur Wahrung der Lebensmittelsicherheit

Darüber hinaus ist die EU-Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie das Europäische Lebensmittel- und Veterinäramt erwähnenswert.

Diese Stellen sind auf Europäischer Ebene für die öffentliche Gesundheit und Umsetzungsprüfung in Angelegenheiten des Tierschutzes oder Lebensmittelsicherheit zuständig.

Weiter ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority – kurz: EFSA) eine beratende Stelle mit wissenschaftlich basierten Analysen und Informationen um die Orientierung der Rechtssetzung in der EU zu bieten.

Gentechnik freie Lebensmittel – Umsätze & Kennzeichnung

Wer in den regulären Supermarkt seine Einkäufe für den täglichen Bedarf erledigt, stolpert zwangsläufig über gentechnisch manipulierte Lebensmittel. Gentechnik manipulierte Lebensmittel müssen nach EU-Recht gekennzeichnet werden, sofern Bestandteile aus einem gentechnisch veränderten Produkt stammen. Diese Kennzeichnung soll den Verbrauchern die notwendige Klarheit verschaffen.

In diesem Zuge wird parallel die Kennzeichnung kritisiert, da Futtermittel, die gentechnischen verändert wurde und den Tieren zugeführt werden, nicht dieser Regelung betreffen.

Der Lebensmittelhandel hat mit dem “Ohne GenTechnik”-Siegel einen Wachstum in den letzten Jahren gespürt. Der Verbraucher wünscht mehr gentechnikfreie Lebensmittel im Handel.

Das Milliardengeschäft mit Gentechnik freien Lebensmittel

Die Entwicklung erfreut nicht nur dem Verbraucher, denn hinter dem Siegel verbirgt sich ein lukratives Geschäft für Lebensmittelhersteller und dem Lebensmittelhandel.

So wurden im letzten Jahr fast 5,5 Milliarden Euro umgesetzt, insbesondere mit Milchprodukten, Geflügelfleisch und Eiern. Die Prognose für das Jahr 2018 geht an die sieben Milliarden Euro Umsatz, dass die Hersteller erwirtschaften werden.

Kennzeichnung und Transparenz

Dem Siegel wird viel Vertrauen ausgesprochen. Jedoch bedeutet das für den Endverbraucher auch gleichzeitig höhere Ausgaben für Lebensmittel um etwa 20 Prozent.

Seit 2009 existiert das staatliche Siegel offiziell und kann von Lebensmittelherstellern beantragt werden. Da beispielhaft die Futtermittel-Manipulation nicht durch das Siegel reguliert wird, ist der Hinweis “ohne Gentechnik” zwar ein erster Anfang für Lebensmittel, bietet jedoch keine vollumfängliche Transparenz in der Herstellung.

Eine umfassende Information über den Einsatz von Gentechnik leistet das Siegel aufgrund von Ausnahmen und Fehlern bei den Kennzeichnungsregeln derzeit nicht, so ist jedoch zumindest ein Anhaltspunkt erkennbar.

Die Beantragung und Verwendung des staatlichen Siegels ist freiwillig. In den letzten Jahren steigt die Zahl der Hersteller zwar kontinuierlich, doch verhältnismäßig auf geringem Niveau. Aus diesem Grund fordern Verbraucherschützer eine Pflichtangabe “Mit-Gentechnik” auf den entsprechenden Lebensmitteln, die Zuverlässig den Verbraucher informiert.

Internationaler Lebensmittelhandel

Der Bezug von Lebensmitteln aus dem Ausland stellt in der heutigen Zeit kein Problem dar. So werden Oliven aus Griechenland bezogen, Orangen aus Spanien oder Datteln aus Israel gekauft. Über diverse Transportwege finden die Produkte in die Regale der Supermärkte. Der Verbraucher freut sich hier über ein umfassendes und exotisches Sortiment aus aller Welt.
Verbraucherschutz – wie steht es um den gesundheitlichen Schutz?

Ob Kakao, Fisch oder der Bezug von Olivenöl: Der globale Handel mit Lebensmitteln hat im Auge der Verbraucher und Unternehmen gewisse Vorteile. So ist die Verfügbarkeit der Lebensmittel jederzeit gegeben, die allerdings im Gegenzug eine Herausforderung im gesundheitlichen Verbraucherschutz darstellt.

Bereits in vergangenen Zeiten wurden belastete Lebensmittel aufgefunden, die eine internationale Wirkung aufwiesen. Ob Viren auf Erdbeeren, Melamin-Substanzen in Milchprodukten oder gepanschtes Olivenöl – der Lebensmittelhandel im globalen Umfeld hat gewisse Tücken und Herausforderungen zu meistern.

In Anbetracht der weltweiten und unübersichtlichen Distributionswege stellt die Kontrollmöglichkeit durch Behörden teils unüberwindbare Grenzen gegenüber. Die Komplexität der Erzeuger und Handelsketten sind groß.

Nur durch eine gemeinsame Verpartnerung und Setzung von Bewertungskriterien ist ein voranschreiten möglich. Entsprechende Investitionen für den gesundheitlichen Verbraucherschutz International sollen den notwendigen Rahmen schaffen. Experten sind sich hier einig: Die Etablierung geeigneter Systeme und Verfahren ist erforderlich, um die Sicherheit der Lebensmittel weltweit rechtlich zu gewährleisten.
Vernetzte Softwaresysteme sollen Abhilfe schaffen

Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure, vom Hersteller bis hin zum Supermarkt, ist gefordert. Entsprechende Lösungsansätze und die Entwicklung diverser Softwaresysteme innerhalb der Warenketten sind in Forschungsarbeiten festgehalten. Das soll einerseits eine Risikobewertung der komplexen Handelswege gewährleisten, andererseits eine Analyse der geographischen Herkunft offerieren.

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