Vitamin D-Überdosierung – Ursachen und Symptome

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Vitamin D gehört zu den Vitaminen, die der Körper nicht selbst bildet. Die wichtigste Quelle des Wirkstoffs ist das Sonnenlicht. Wer nicht genug an die frische Luft kommt, greift heutzutage oft zu Integratoren, die versprechen, einen angenommenen Vitamin-D-Mangel zu beheben. Doch dadurch kann es zu einer Vitamin D-Überdosierung kommen. Wie sinnvoll sind Vitamingaben, wie lässt sich ein Mangel oder eine Überdosierung feststellen?

Vitamin D: Wofür wird es benötigt

Vitamin D benötigt der Körper für die Regulierung des Kalzium-Haushalts. Wo Kinder früher nicht genug Sonnenlicht bekamen, litten sie unter Fehlbildungen der Knochen. Heute weiß man, dass Rachitis eine Folge von Vitamin D Mangel ist. Kleinkinder erhalten das „Sonnenvitamin“ daher in geringer Dosierung zur Vorbeugung, doch auch Erwachsene profitieren von ausreichend Vitamin D, denn es stärkt das Immun- und Nervensystem. Fehlt es, wird man deutlich anfälliger für Allergien und Infekte.

Vitamin D: In diesen Lebensmitteln steckt es

Die Hauptquelle für Vitamin D ist UV-B Strahlung. Wer täglich eine Stunde im Freien unterwegs ist – selbst bei bedecktem Himmel – nimmt genug Licht auf, um die körpereigene Vitaminbildung anzukurbeln. Außerdem gibt es einige Lebensmittel, die ebenfalls Vitamin D enthalten und deshalb vor allem in kalten, grauen Monaten häufiger auf dem Speisezettel stehen sollten. Zu ihnen gehören:

  • Fetter Fisch wie Lachs, Makrele oder Thunfisch
  • Rinderleber und Kalbsleber
  • Champignons und Pfifferlinge

Auch Eier, Butter und Gouda-Käse sind gute und schmackhafte Vitamin D-Lieferanten, die es im Lebensmittelhandel gibt. Wer sich also ausgewogen ernährt und regelmäßig draußen ist, muss keine Mangelerscheinungen befürchten.

Vitamin-D-Mangel: Ursachen

Schwerwiegende Mangelerscheinungen liegen trotz gegenteiliger Angaben in der Werbung nur selten vor. Fehlt es dem Körper an ausreichend Vitamin D, gehören die Betroffenen meist zu Personengruppen, die sich zu wenig draußen aufhalten. Das sind neben Kleinkindern besonders ältere Menschen, eventuell aufgrund eingeschränkter Beweglichkeit. Sie sind besonders anfällig für einen Mangel an dem Sonnenvitamin, gerade in der kalten Jahreszeit, wenn man sich wegen Straßenglätte oder Kälte nicht aus dem Haus traut. Zu den Begleiterscheinungen gehört ein Gefühl von Kraftlosigkeit und Schlappheit, das jedoch in der Regel auf ein ganzes Bündel von Gründen zurückzuführen ist und nicht nur auf den Vitaminmangel.

Vitamin D-Überdosierung: Symptome

Nahrungsergänzungsmittel versprechen blumig die Heilung von allen Gebrechen, daher ist es verlockend, zumindest im Winter auch zu Vitamin D zu greifen. Da in vielen Fällen kein wirklich ausgeprägter Mangel vorliegt, ist das oft nicht nötig, schadet aber auch nicht – solange man sich an die empfohlene Dosierung hält. Wer nach dem Prinzip „Viel hilft viel“ vorgeht, kann jedoch eventuell bald mehr oder weniger unangenehme Symptome oder sogar Schäden an sich beobachten, denn das Vitamin lässt den Körper mehr Kalzium aus der Nahrung aufnehmen und lässt ihn auch das Kalzium aus den Knochen auslösen. Die Folgeerscheinungen sind:

  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
  • starkes Durstgefühl und ständiges Wasserlassen
  • Schwächegefühl
  • Nervosität und Kribbeligkeit
  • Kopfschmerzen
  • Nierenschäden oder Nierensteine

Vitamin D Test – Mangel oder Überdosierung feststellen

Die beste Weise, einen Mangel oder eine Vitamin D-Überdosierung festzustellen, ist ein Bluttest beim Arzt. Denn der kann anhand der Diagnose gleich das weitere Vorgehen besprechen. Tests aus der Apotheke, die man zuhause ausführen und einsenden kann, erfüllen  denselben Zweck, doch auch in diesem Fall sollten Vitamin D-Präparate und Dosierung mit dem Hausarzt abgesprochen werden. Aufs Geratewohl sind auch Vitamine nicht ohne Notwendigkeit einzunehmen, denn schon wenige Minuten täglich im Sonnenlicht erfüllen den selben Zweck und ziehen keine schädlichen Konsequenzen nach sich. Das genügt, um den Körper zur Bildung von Vitamin D anzuregen und die Gesundheit von Herz, Kreislauf und Immunsystem zu sichern – ohne das Risiko einer Vitamin D-Überdosierung.