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Trockenheit in Deutschland

Lebensmittelpreise werden im Laufe des Jahres steigen

Dauerhitze und kaum Niederschlag: Die Landwirte stöhnen aufgrund der miserabel zu erwarteten Ernte. Die Trockenheit in Deutschland verursacht Ertragsminderungen für die Erzeuger und Preiserhöhungen im Lebensmittelhandel.

“Wenn weiterhin kein Regen fällt, dann könnte sich die Lage dramatisch zuspitzen” so die Information vom Branchenverband BOGK und gleichzeitige Ankündigung, das die Preise der Kartoffeln steigen werden. Insbesondere verarbeitete Produkte wie Chips, Fritten und Kartoffeltaschen, die besonders ausgeprägte Kartoffelknollen benötigen, sind davon betroffen.

Der Verband schließt allgemeine Preissteigerung im Zuge der Ernteausfälle nicht aus, die sich am Prozentsatz der Ausfälle orientieren wird. Sobald die Lagerbestände von Gemüse ausgeschöpft sind, werden die Preissteigerungen wohl voraussichtlich im Herbst diesen Jahres im Supermarkt ersichtlich sein. Hier sind zudem Herbstgemüse wie Bohnen und Erbsen betroffen, die einen entsprechenden Niederschlag zur Entfaltung benötigen.

In unseren direkten Nachbarländern sieht die Lage nicht viel anders aus. So ist die andauernde Hitze auch dort deutlich in der Ernte ersichtlich. Ein Import der Güter aus den Nachbarländern stellt keine sinnvolle Option dar.

Höhere Preise auch in der Milchindustrie zu erwarten

Aufgrund zurückgehender Mengen und finanziellen Engpässen, weil unsere Landwirte Futtermittel nachkaufen müssen, steigen die Milchpreise in aller voraussicht ebenfalls an.

Bei einem Durchschnittsverbraucher, der täglich Milch trinkt, wäre das ein geschätzter Verlust von 3 Euro im Geldbeutel je Monat.

Weinerzeugnisse profitieren von der Wärme

Im Gegenzug zu den schlechten Resultaten der Landwirte, profitieren unsere Winzer von den exzellenten Bedingungen für die Weinberge. Gerade ältere Rebstöcke reichen meist bis tief in die Erde hinein, sodass die Wasserreserven angezapft werden können. Aufgrund der Wärme in Deutschland, ist die Reifeentwicklung sehr fortgeschritten, sodass die Hauptlese früher beginnen kann. Zwar dürfen wir hier keine Preissenkung im Handel erwarten – jedoch dürften jegliche Preissteigerungen unwahrscheinlich erscheinen.