Lebensmittelherkunft wichtiger als Tierschutz

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Herkunft der Lebensmittel 

In einer global vernetzten Welt mit ausgeprägten Handelswegen und Herkünften ist die Frage nach der Herkunft der Lebensmittel, die im Einkaufwagen landen, laut einer Umfrage gefragter denn je. Für knapp 60 Prozent aller deutschen Staatsbürger ist der Ursprung der Lebensmittel wichtiger als der Preis und somit nach dieser Erkenntnis ein entscheidendes Auswahlkriterium.

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Tierwohl und ethische Bedenken

Nach den Umfrageergebnissen her ist in Deutschland das Tierwohl weniger wichtig für den Einkauf. So waren es lediglich 35 Prozent, die Angaben, dass Tierwohl auch ein Einkaufskriterium darstellt.

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Lebensmittelsicherheit

Bei der Lebensmittelsicherheit ist die Sorge augenscheinlich am Größten. Belastete Lebensmittel sind weiterhin den Konsumenten ein Dorn im Auge. So informieren sich regelmäßig über 60 Prozent aller Deutschen über mögliche Lebensmittelrisiken im Fernsehen und Internet.

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Staatliches Tierwohllabel – das drei Stufen Modell

Bio, Vegetarisch, Vegan – viele Siegel schmücken bereits unsere Produkte und Nahrungsmittel-Verpackungen und gelten als Orientierungshilfe für den ratsuchenden Verbraucher. Doch die Vielzahl der Siegel verwirrt mehr den Konsumenten, als das diese wirklich transparenten Informationen bieten.

Gerade beim alltäglichen Einkauf wie Fleisch, Wurst und Fisch kann dies eine Hürde werden, wenn man nicht nur auf den preislichen  Aspekt schaut. Das Tierwohl – sofern man hier im weitesten Sinne davon sprechen kann – ist für den Verbraucher ein wichtiges Kaufkriterium.

Verbraucher wünschen sich Angaben und Hinweise zu den Haltungsbedingungen, die leicht nachvollziehbar im Supermarkt erkennbar sind. Diesem Wunsch will Julia Klöckner, Agrarministerin mit ihren drei Stufen-Modell des Tierwohllabels sicherstellen.
Von der Idee, zum Gesetzesentwurf und dem Tierwohllabel

Ab 2020/2021 soll es ein Tierwohllabel geben, dass „klar, wahr und verlässlich“ ist, so verspricht uns zumindest die Bundesregierung und Agrarministerin Julia Klöckner.

Einst vom Vorgänger Christian Schmidt bereits aufgegriffen, jedoch im Bundestag nie verabschiedet, greift Klöckner die Idee nun ein weiteres Mal auf. Eine inhaltliche Anpassung und die Ausweitung auf ein Drei-Stufen-Modell soll die geforderte Transparenz bieten. Dabei gilt es, je höher die Stufe, umso besser das vorgefundene Tierwohl. Ob der Vorschlag für Konsumenten tatsächlich mehr Transparenz verschafft, ist jedoch fragwürdig. Denn die bereits bestehenden Labels für Fleisch bleiben weiterhin bestehen.

Die erste Stufe liegt bereits die über den gesetzlichen Mindestanforderungen. So erhalten Bauern das Siegel für ihre Fleischerzeugnisse erst, wenn sie aktiv etwas für das Tierwohl tun.

Welche Anforderungen das im Einzelnen sind, lies man jedoch aktuell unbeantwortet stehen. Die Landwirte können auf freiwilliger Basis entscheiden, ob sie die Kennzeichnung beanspruchen wollen. Die Ministerin stellt dabei eine staatliche Förderung für Stallumbau oder Werbung in Aussicht. Wer allerdings lediglich die Mindeststandards einhält, muss auf das Tierwohllabel verzichten.

Die Kennzeichnung

Verbraucherschützer fordern schon länger, dass ein Tierwohllabel dem Verbraucher mehr Orientierung bieten soll. Langfristig wünscht man sich eine verbindliche Haltungskennzeichnung wie bei Eiern. Allerdings bleiben in diesem Fall außen vor, welches Futter oder Beschäftigungsmöglichkeiten im Sinne des Tierwohls genutzt werden. Tierwohl müsse vielmehr umfassen, als die Angabe der Herkunft und Haltung.

Nutzen des Tierwohllabels

Sie sollen bessere Lebensbedingungen für die Tiere symbolisieren und sind sicherlich ebenfalls eine clevere Marketingstrategie für Landwirte, um den Absatz und Akzeptanz zu fördern. Das aktuelle Bio-Siegel im aktuellen Verfahren verspricht hier jedoch bereits eine passende Einsicht. Die Richtlinien des Bio-Siegels gehen über das unmittelbare Tierwohl hinaus.

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