CBD-Produkte

Heilsames aus Hanf

Wenn von Hanf die Rede ist, denkt man entweder an die Faserpflanze – oder an Marihuana. Dass es dazwischen noch eine medizinische Nutzung der Pflanze gibt, und das ganz ohne Rausch, ist den meisten Menschen nicht bekannt. Dabei sind nicht alle in der Hanfpflanze enthaltenen Substanzen berauschend.

Der berauschende Wirkstoff, dessen Konzentration in der Cannabispflanze kultiviert wird, ist THC, kurz für Tetrahydrocannabinol. Die Faserpflanze hingegen enthält auch Cannabidiol oder CBD. Dieser Wirkstoff ist nicht psychoaktiv und in einem aus der Hanfpflanze enthaltenen Öl im Handel. Das Öl ist als natürliches Extrakt aus der Hanfpflanze legal.

Medizinische Anwendung von CBD-Produkten

CBD-Öl macht seit einigen Jahren zunehmend von sich reden, denn das Hanföl kann medizinisch mit einigen Vorzügen aufwarten: es wirkt krampflösend, entzündungshemmend und entspannend. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es inzwischen in der Therapie von Menschen, aber auch bei Haustieren wie Katze und Hund angewendet. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig:

  • Schmerztherapie
  • Bekämpfung von Entzündungen
  • Angst- und Schlafstörungen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Bekämpfung von Allergien und Asthma

Vor allem als Ersatz für konventionelle Schmerzmittel wird CBD auch von Medizinern angewendet. Erste Medikamente auf CBD-Basis sind bereits zugelassen, da CBD-Öl auch im Gehirn entzündungshemmend und antioxidativ wirkt, sind positive Auswirkungen bei Epilepsie oder Parkinson möglich.

CBD Öl: Breite Produktpalette in Drogeriemärkten und Reformhäusern

Da CBD Öl als Nahrungsergänzungsmittel legal ist, bieten viele Drogeriemärkte und Reformhäuser bereits entsprechende Produkte an. Die Nebenwirkungen treten selten auf, eine Abhängigkeit entsteht nicht. Dennoch sollten Anwender sich gegebenenfalls mit ihrem Hausarzt besprechen, denn CBD-Öle gibt es in verschiedenen Konzentrationen, die von 2-3% bis zu 20% und darüber reichen. Die Anwendungsmöglichkeiten und Dosierung hängen von der Konzentration und dem individuellen Befinden ab.

CBD-Produkte im Blick der Verbraucherschützer

Verbraucherschützer betrachten CBD-Produkte kontrovers. Sie sind oft der Ansicht, dass der minimale THC-Gehalt, der auch in CBD-Öl nachweisbar ist, ein Suchtrisiko darstellt und daher der freie Verkauf nicht gestattet sein sollte. Allerdings enthalten legale CBD-Produkte ca. 0,2% THC – Anwender müssten das Hanföl also in erheblichen Mengen konsumieren, um insgesamt 1 mg THC zu sich zu nehmen. Außerdem wenden Verbraucherschützer ein, dass rund 10% der Anwender über Schläfrigkeit klagen. Hier ist vor allem bei der Erstanwendung, etwa im Rahmen einer Schmerztherapie, ein wenig Aufmerksamkeit geboten und eventuell der Verzicht auf Autofahren und Maschinenführung, falls sich ein Anwender als anfällig erweist.

CBD aus der Sicht des Händlers

Wer CBD-Öl oder ähnliche Produkte mit CBD-Gehalt anbietet, tut sich damit immer mal wieder schwer. Verbraucherschützer und Justiz sind sich unsicher, ob der Anbieter nun ein Händler ist – oder doch ein Dealer?

Der Weisheit letzter Schluss: Der Verkauf von Pflanzen(teilen) der Cannabis-Pflanze als Rohstoff an Endverbraucher ist untersagt. CBD-Produkte hingegen fallen nicht unter den entsprechenden Passus des Betäubungsmittelgesetzes und liegen daher in einer sich zunehmend aufhellenden Grauzone. Wichtig für Händler ist lediglich eine lückenlos nachvollziehbare Lieferkette, anhand derer die Konformität mit den Rechtsgrundlagen belegt – und es ermöglicht, das verarbeitete CBD-Produkt in den Handel zu bringen.

Fazit: CBD setzt sich als „sanfte“ Alternative durch – auch rechtlich

Das Öl aus der Hanfpflanze in unterschiedlichen Cannabidiol-Konzentrationen wird von immer mehr Verbrauchern als Alternative zu konventionellen Therapien entdeckt. Da CBD, anders als THC, keinen Rausch erzeugt, sondern hauptsächlich schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt, kann CBD-Öl (natürlich immer mit der gebotenen Vorsicht) bei Schmerz- und Angstzuständen und im Rahmen einer entsprechenden Therapie durchaus positive Wirkungen zeigen. Die Rücksprache mit dem Hausarzt oder Facharzt bezüglich der Konzentration und Dosierung ist in jedem Fall eine gute Idee!